Mich hat schon immer interessiert, warum Menschen sich verstehen oder eben nicht. In der Schulzeit habe ich Theorien darüber aufgestellt, warum Uta und Carola sich immer angiften. Wenn der Klassenfrieden gestört war, entwickelte ich Strategien um ihn wieder herzustellen und zwischen Positionen zu vermitteln.

An allen Stationen meines Lebens wurde deutlich, wie wichtig gelingende Beziehungen für den Erfolg eines Vorhabens sind – die Beziehung zu uns selbst spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Die ersten Umwege

Das passende Studium zu finden, war herausfordernd für mich, weil ich sehr vieles spannend fand: Psychologie, Sport, Journalistik, Geografie, Metereologie, Philosophie, Wirtschaft… In den 80er Jahren in der DDR wurden Studienplätze zentral zugeteilt und meine Präferenz war für kein Gebiet stark ausgeprägt, also nahm ich, was übrig war: Rechnungswesen. 

Ich genoss die Großstadt Leipzig, fand interessante Gebiete in diesem Studium und mogelte mich Richtung Ost-West-Wirtschaftsbeziehungen mit dem Highlight eines 3-monatigen Auslandsstudiums in Leeds – damals sehr ungewöhnlich. 

Noch in England bemerkte ich, dass das Privileg, in der DDR im Außenhandel zu arbeiten und in den Westen reisen zu können, teuer bezahlt wurde mit umso mehr Einschränkungen. Also ging ich lieber zurück nach Frankfurt (Oder), ins Halbleiterwerk in die Abteilung Absatz. 

Es wurde ein recht kurzer Abschnitt. 1990 begann die systembedingte Abwicklung des Halbleiterwerks. Ich befand mich in meinem ersten Babyjahr und ergriff anschließend die Chance auf einen meiner Traumberufe aus der Kindheit: Trainerin

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Spurensuche im Sommer 2020: das Studentenwohnheim steht noch

Intuition und Gestaltung

Seit ich 10 bin, turne ich – so im breitensportlichen Durchschnitt. Im Turnen ist vieles vereint: Eleganz, Kraft, Mut, Koordination, Kreativität, Logik. Damit bildet es die Grundlage für viele Sportarten und für kognitive Entwicklung.
1991 war TuS „Klingetal“ e.V. Frankfurt (Oder) 1 Jahr alt, die Abteilung Turnen zählte 23 Kinder. Als hauptamtliche Trainerin übernahm ich auch die Geschäftsführung, hatte dabei nahezu unbegrenzten Gestaltungsspielraum und befand mich mitten in einer lernenden Community im Sportzentrum.
Ein paar Jahre  später fühlten sich 600 Kinder und Jugendliche heimisch im Verein, wir waren Landesleistungsstützpunkt, sammelten Medaillen in allen Altersklassen und waren vor allem durch unsere Wohlfühl-Kultur bekannt. Diese Kultur hatte für mich Priorität. Durch sie wurden wir erfolgreich.
Viele engagierte, meist jugendliche Übungsleiter waren an den Erfolgen beteiligt und ich hatte enormen Spaß daran, diese jungen Persönlichkeiten zu entwickeln.

Lernen in Norwegen

Als Skandinavien-Fan organisierte ich Kooperationen mit Vereinen aus Dänemark und Norwegen. Das hielt meinen Traum lebendig, dort zu leben. 2007 ging ich mit meiner Familie nach Norwegen.

Die ersten vier Jahre war ich Sportliche Leiterin und Trainerin in einem über Generationen etablierten Turnverein, in dem Ziele und Strukturen teilweise unklar waren.  Während meines Wirkens gab es positive Entwicklungen, doch die verschiedenen Perspektiven blieben und wir trennten uns.

Jetzt endlich wieder studieren! Organisationstheorie und -psychologie. Die unklaren Rollen- und Machtverhältnisse sowie Zielkonflikte im Verein wurden nun für mich verständlich. Auch erhielt ich wertvollen Input über Organisationskultur, Personal- und Führungsarbeit.
In der Coachingausbildung erkannte ich die Defizite, die mich gehindert hatten, das Machtvakuum im Verein zu füllen.

Als Personalberaterin kam ich bald mit vielen Firmen in Kontakt und fand hier bestätigt, dass die meisten dem Prinzip der flachen Hierarchien folgen und effektive Teamarbeit im Mittelpunkt steht.

Unternehmer:innen und Führungspersönlichkeiten nehmen ihre Rollen als Vater bzw. Mutter, als Privatperson und als Hobbysportler ebenso ernst wie ihre geschäftliche Rolle und wirken oft recht entspannt.
Sie machen es sich hyggelig.

Betrachtet man, was die norwegische Volkswirtschaft mit ihrer geringen Population so leistet, sieht man: Der Erfolg gibt ihnen recht. 

Unternehmenskultur, Kommunikation und individuelle Entwicklung haben einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und sind erprobte Erfolgsfaktoren.

auf Prekestolen

Hygge als Erfolgsfaktor

Nach 8 Jahren ging ich wieder aus Norwegen weg – nicht weil ich es dort nicht mehr mochte, sondern weil ich meinem Glück folgte – und das führte mich nach Rostock – in die Stadt, in der ich eingeschult wurde.

In Rostock, Mecklenburg-Vorpommern und ganz Deutschland verbreite ich nun als Business-Coach mit Leidenschaft meine Vision von der involvierenden Unternehmenskultur nach norwegischem Vorbild – nicht als Zugeständnis der Unternehmer an die Angestellten, sondern als Erfolgsmodell. Jede Person hat heute die Möglichkeit, ihren Platz im Arbeitsleben zu wählen. Das bedeutet, jeder Mitarbeitende ist freiwillig im Unternehmen und es ist Aufgabe der Unternehmensführung, die Ressourcen zu bündeln und Potenziale zu entfalten.

Der Wert gelingender Beziehungen für den Unternehmenserfolg wird zunehmend deutlicher und beginnt bei der Beziehung der Unternehmer:in zu sich selbst. 
Untersuchungen zeigen, dass nur 3% der Unternehmer:innen glücklich und reich sind.
Wir können hier mehr skandinavische Gelassenheit vertragen – 
mehr Hygge!

Das geht einher mit weniger operativer und mehr strategischer Arbeit.
Die Säge schärfen – das ist die Aufgabe des Unternehmers.

Ganzheitlicher Erfolg besteht in der Balance der Lebensbereiche
Business – Privat – Gesundheit. Alles andere ist nicht nachhaltig.

Das Geheimnis des Erfolgs sind gelingende Beziehungen - der Grundstein ist die Beziehung zu uns selbst.

Mamarund-min

NLP Master

Landsiedel NLP Training 

2021

Autorisierte Prozessberaterin

im Programm unternehmensWert:Mensch

2017

Gelistete Beraterin

im BAFA-Programm

2017

Master Business Administration

Universtitet i Agder/Norge

2016

Integraler Business Coach

Simon & Simon Enterprises

2014

NLP Practitioner

Simon & Simon Enterprises

2014

Diplom-Betriebswirtin

KMU Leipzig

1988